Unsere 3-Tage-Tour durch die Salar de Uyuni

Du betrachtest gerade Unsere 3-Tage-Tour durch die Salar de Uyuni
  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:Blog
  • Lesedauer:8 Min. Lesezeit

Salar de Uyuni 3-Tage-Tour Vlog auf YouTube

Buchung und Vorbereitung der 3-Tage-Tour

Nach unserem Roadtrip durch den Nordwesten Argentiniens (hier gehts zum Blogbeitrag) sind wir mit dem Bus von Salta in Argentinien nach San Pedro de Atacama in Chile gefahren. Wir hätten auch direkt von Salta nach Bolivien fahren können, wollten aber auch noch die Atacama-Wüste besuchen und so hat sich die Route Salta – San Pedro de Atacama – Uyuni für uns angeboten. 

Im Vorfeld haben wir im Internet schon reichlich die möglichen Touranbieter recherchiert. Die Touranbieter die bei der Google-Suche auf der ersten Seite gelistet waren, waren definitiv die teuersten. 

Wir haben dann über Google Maps Touranbieter gefunden die wir über die dort hinterlegte Telefonnummer angeschrieben haben. 

Hier waren dann deutlich günstigere Anbieter dabei und wir haben uns für die Agentur Purinakuy (Website Purinakuy) entschieden. 

Gebucht haben wir vor Ort in San Pedro und haben hier nochmal einen Rabatt aushandeln können. 

Wir haben die Tour 6 Tage vorher gebucht. Es hätte aber auch gereicht ein paar Tage später zu buchen. Es waren sogar Plätze für den darauffolgenden Tag verfügbar. 

Unsere Agentur hat uns gleich bei der Buchung mitgeteilt wieviel Bargeld wir während der Tour, bspw. für Eintrittsgelder, benötigen. Uns wurde ein Betrag von 400 Bolivianos genannt (Stand März 2026). 

Wir haben dafür nochmal chilenische Pesos in San Pedro abgehoben und diese in einer Wechselstube in Bolivianos wechseln lassen. 

Tipp zum Geldabheben: Wir haben am Bankautomat der Banco Estado (Google Maps Standort Bankautomat) Chilenische Pesos abgehoben und die Gebühr ist mit 5.500 CLP (umgerechnet ca. 5,20 EUR – Stand März 2026) die niedrigste in San Pedro.

Tipp zum Geldwechseln: Wir haben bei der Wechselstube La Llamita (Google Maps Standort La Llamita) Chilenische Pesos in Bolivianos wechseln lassen und haben hier einen deutlich besseren Kurs als den tagesüblichen Wechselkurs erhalten. 

Salar de Uyuni 3-Tage-Tour: Der komplette Ablauf

Tag 1: Am ersten Tag wurden wir gegen 06:00 Uhr in der Unterkunft abgeholt. Nachdem alle anderen abgeholt wurden, sind wir zum Grenzübergang Chile – Bolivien gefahren. Hier gabs dann ein ziemlich reichhaltiges Frühstück: Semmeln, Käse- und Wurstaufschnitt, Guacamole, Tee und für uns am wichtigsten: Kaffee! 

Der Grenzübergang liegt auf 4.500 Metern und es war sehr kalt. Wir hatten uns im Zwiebel-Prinzip angezogen mit 3 Schichten inkl. Fleecejacke und Daunenjacke, sowie Mütze, Handschuhe und Schal und trotzdem haben wir ziemlich gefroren. 

Wir waren gegen 7 Uhr an der Grenze, geplant war der Grenzübergang gegen 8 Uhr. Aufgrund technischer Schwierigkeiten konnten wir die Grenze dann erst gegen 9 Uhr passieren. So läuft es eben manchmal, aber auch wenn es s**kalt war – die Aussicht und der Sonnenaufgang dort waren mega! 

Nach der Einreiseprozedur in Bolivien haben wir dann bald den ersten Stopp an einer Lagune eingelegt und danach haben wir nach und nach weitere Punkte angefahren, bei denen wir rein die Aussicht betrachtet haben und es keine wirkliche Akitivität gab. Ich versuche das einmal chronologisch aufzulisten: 

Laguna Blanca, Laguna Verde und Salvador Dalí-Wüste.

Danach sind wir zu den heißen Quellen von Polques („Termas de Polques“) gefahren. Das war ein echtes Highlight. Mitten in der Wüste auf knapp 4.400 Metern kann man in heißen Quellen (Wassertemperatur: 29 Grad) baden.

Danach gab es Mittagessen in einem Restaurant gleich bei den Quellen. Bei unserer Agentur konnte man angeben ob man Lebensmittelallergien hat oder/und vegetarisches Essen möchte. 

Nach dem Mittagessen sind wir noch zu Geysiren und der Laguna Colorado gefahren. Bei der Lagune gibt es zahlreiche Flamingos, wirklich schön dort. 

Die restliche Fahrt bis zum Hotel für die erste Nacht ging ca. 2 1/2 Stunden und hat sich etwas gezogen.

Das Hotel „Condor Huasi“ ist sehr einfach gehalten aber für eine Nacht völlig ausreichend. Wir hatten die Option mit privatem Doppelzimmer und geteiltem Bad.

Zum Abendessen gab es ein typisch bolivianisches Gericht: „Pique Macho“ – Eine Platte mit Fleisch, Wurst, Eiern, Pommes und Zwiebeln. Die vegetarische Variante war die gleiche Platte ohne Fleisch und Wurst. 

Tag 2: Am zweiten Tag gabs erstmal Frühstück im Hostel: Pancakes und Toast mit Marmelade und Dulce de Leche (typischer Aufstrich in Bolivien). Danach hat uns unser Tourguide abgeholt und zu siebt (inkl. Guide) ging die Fahrt wieder los. Wir sind wieder mehrere Punkte angefahren, die alle ziemlich nah zusammen lagen, unter anderem den Anaconda Canyon. 

Zum Mittagessen gab es Lasagne, Thunfisch und Salat. 

Danach sind wir zu den Sora Wetlands gefahren, ein Tal mit zahlreichen Lamas.

Der nächste Stopp war das Dorf Julaca. Hier konnte man lokales Bier probieren. Eine 0,33l-Flasche Bier hat 25 Bolivianos gekostet (umgerechnet ca. 3 EUR – Stand: März 2026). Uns hat das Bier nicht so gut geschmeckt, ist aber natürlich Geschmackssache. 

Und dann kam das absolute Highlight des Tages und der gesamten Tour, auf das wir alle gewartet haben: die Fahrt in die Salar de Uyuni!

Zuerst sind wir zur Insel Incahuasi gefahren und konnten dort ein bisschen herumlaufen und die gigantische Dimension der Salzwüste auf uns wirken lassen. 

Unser Guide hat uns dann wieder eingesammelt und ist mit uns ein Stück weg von der Insel gefahren und hat irgendwo mitten in der Wüste angehalten und wir konnten einen der für uns spektakulärsten Sonnenuntergänge sehen.

Für die zweite Nacht wurden wir in einem für dort typischen Salz-Hotel untergebracht. Die Betten waren aus Salz, aber keine Angst, es gibt trotzdem Matratzen 😁

Zum Abendessen gab es Hühnchen, gebratene Kochbananen und Pommes. 

Dieses Motiv der Salar de Uyuni und weitere findest du auch als Kunstdruck in unserer Galerie bei JUNIQE

Tag 3: Der dritte Tag ging ziemlich früh los, denn auf dem ersten Programmpunkt stand der Sonnenaufgang in der Salar de Uyuni. Um 5 Uhr wurden wir abgeholt und wir sind wieder in die Salzwüste gefahren. Unser Guide hat uns dorthin gebracht, wo wir den Spiegeleffekt sehen können. Der Spiegeleffekt tritt nur in der Regenzeit von Dezember bis März auf. Da wir es noch im März in die Salzwüste geschafft haben, hatten wir Glück und konnten den Spiegeleffekt sehen. 

Es gibt die Möglichkeit vor Ort Gummistiefel auszuleihen um weiter in den Salzsee reingehen zu können. Wir haben es aber gelassen, da wir wasserdichte Schuhe dabei hatten. So richtig weit reingehen konnten wir mit denen aber nicht. Es war aber auch so kalt an dem Morgen, dass wir es auch mit Gummistiefeln nicht lange draußen ausgehalten hätten.

Nach dem Sonnenaufgang sind wir zum Dakar Monument und dem Flag Square gefahren und haben dort dann endlich Frühstück bekommen. 

Danach hat unser Guide noch richtig witzige Fotos und Videos von uns und unserer Gruppe gemacht. 

Und dann kam die 3-Tage-Tour durch die Salzwüste auch schon fast zum Ende. Wir haben noch am Train Cemetery in Uyuni Halt gemacht und es gab noch ein letztes gemeinsames Mittagessen in Uyuni.

Von dort sind wir zu unserer Unterkunft in Uyuni gelaufen. 

Kosten der 3-Tage-Tour

Wir haben bei der Agentur Purinakuy für pro Person 200.000 CLP bezahlt (umgerechnet ca. 190 EUR – Stand März 2026).

Dazu kommen noch ca. 200 Bolivianos (umgerechnet rund 25 EUR) für Eintritt und bspw. WLAN im Hostel oder Toilette 

In Summe haben wir damit 215 EUR pro Person bezahlt. 

Tipps und Hinweise zur 3-Tage-Tour

Während der gesamten Tour waren wir auf Höhen von 4.000 bis 5.000 Metern. Wir haben uns dafür vorsorglich Coca-Blätter in San Pedro mitgenommen. Auch unser Guide hat die während des gesamten Tages zu sich genommen. Nadja hatte zwischendurch Kopfschmerzen, aber mit den Coca-Blättern waren die ziemlich schnell wieder weg. 

Da man nie wirklich weiß, ob einen die Höhenkrankheit erwischt, wäre unser Tipp, euch Coca-Blätter mitzunehmen. Die gibt es in San Pedro in fast jedem Laden, bspw. in den Souvenirshops oder den Reiseagenturen. 

Ansonsten hilft aber auch genügend zu trinken und ausreichend Wasser für die Tour mitzunehmen. Wir hatten insgesamt 10 Liter Wasser dabei und damit sind wir gut weggekommen. Ansonsten gibt es hin und wieder aber auch die Möglichkeit Wasser zu kaufen. 

Durch die Höhe und der Wüstenregion kann es morgens und abends auch ziemlich kalt werden, tagsüber ist es aber sehr warm. Wir haben uns nach dem Zwiebelprinzip angezogen und das hat für uns super funktioniert.

Wir hatten zum Glück alle Dinge die wir dachten während der Tour zu benötigen in einem kleinen Rucksack den wir dann im Auto dabei hatten. Tagsüber sind wir nämlich nur schlecht bis gar nicht an unser großes Gepäck gekommen, das auf das Autodach verladen wurde.

Unser Fazit zur Salar de Uyuni 3-Tage-Tour (lohnt es sich?)

Gleich vorneweg: Für uns war die Drei-Tages-Tour durch Boliviens Südwesten eines der Highlights unserer bisherigen Reisen. Wir können die Frage, ob sich die Tour lohnt, also definitiv mit Ja beantworten. 

Wir können auch die Variante mit Start in San Pedro und Ende in Uyuni sowie der Dauer mit 3 Tagen empfehlen.

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit die Tour von Bolivien aus zu unternehmen, hier werden meistens 1- oder 2-Tages-Touren angeboten. Dann verbringt man nicht ganz so viel Zeit im Auto, aber man verpasst bspw. das „Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Avaroa“, da sich die Touren ab Bolivien / Uyuni eher auf die Salar de Uyuni fokussieren. Wir fanden es auch ganz interessant noch andere Gegenden zu entdecken neben der Salzwüste. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Wenn ihr nur die Salar de Uyuni sehen wollt, würden wir eher eine Tour ab Uyuni empfehlen. 

Als weitere Variante kann man die Drei-Tages-Tour auf vier Tage erweitern mit Start und Ende in San Pedro de Atacama. Die Vier-Tages-Tour beinhaltet denselben Ablauf wie die Drei-Tages-Tour plus Rücktransfer nach San Pedro und eine weitere Übernachtung. Weitere Programmpunkte gibt es nicht, sodass man den vorletzten und letzten Tag hauptsächlich im Auto verbringt.