Nordwesten Argentinien: 7-tägiger Roadtrip mit dem Mietwagen
Anreise in den Nordwesten Argentiniens (Salta)
Um den Nordwesten Argentiniens zu bereisen sind wir mit Aerolineas Argentinas von Puerto Iguazú nach Salta geflogen – in Salta befindet sich ein internationaler Flughafen der relativ gut vom restlichen Argentinien aus erreichbar ist.
Wir sind insgesamt 7 Tage in Salta und der Provinz Jujuy und nehmen uns für die gesamte Zeit einen Mietwagen den wir direkt am Flughafen in Salta abholen. Gebucht haben wir den Mietwagen über DiscoverCars. Wir haben einen normalen Mietwagen gebucht (keinen Allrad / 4×4 / SUV)
Kleiner Tipp: Wir haben den Mietwagen mit der Amex Kreditkarte bezahlt und konnten dadurch auf ein extra Versicherungspaket verzichten, da der Mietwagen bereits über die Amex vollumfänglich versichert ist. Mehr dazu könnt ihr in unserem Amex-Beitrag lesen. Amex bietet auch regelmßig Rabatt – bzw. Cashback-Aktionen für DiscoverCars.
Da wir erst gegen 18:00 Uhr gelandet sind, haben wir eine Nacht in Salta verbracht und sind direkt am nächsten Morgen weiter in Richtung Norden zu unser nächsten Unterkunft in Tilcara gefahren. Die Fahrtzeit liegt bei ungefähr 3:15 Std.
Tilcara: Die „Kakteenstadt“ war für uns der beste Ort zum Übernachten
Auf der Fahrt von Salta nach Tilcara wird die Landschaft immer eindrucksvoller und es geht einige Höhenmeter rauf. Wir starten bei 1.152 m in Salta und enden bei 2.465 m in Tilcara. Was uns als erstes ins Auge sticht, sind die riesigen Kakteen, die rund 3 Meter hoch sind.
Unsere Unterkunft liegt etwas außerhalb der Stadt im Teil Juella. Mit Mietwagen war das aber kein Problem. Unser ursprünglicher Plan war es 3 Nächte in Tilcara zu verbringen und 3 Nächte in Cafayate. Da uns die Unterkunft in Tilcara (cabanas UMA RAYMI*) aber so gut gefällt, verlängern wir direkt und bleiben 6 Nächte in Tilcara. Die Unterkunft können wir uneingeschränkt empfehlen, die Besitzer sind super nett und haben einen ganz lieben Hund. Sie haben uns sogar Gemüse aus dem eigenen Garten gebracht und Wischwasser für unser Auto nachgefüllt 😀 Wenn ihr aber kein Auto haben solltet, wäre eine Unterkunft in der Stadt besser.
Wir haben Tilcara hauptsächlich als Ausgangspunkt für den Besuch der Salinas Grandes gewählt. Wir haben in vielen Blogs gelesen, dass die Stadt Purmamarca als Ausgangspunkt empfohlen wird, da sie am nächsten zur Salinas Grandes liegt. Wir haben bei der Suche nach einer Unterkunft in Purmamarca allerdings festgestellt, dass die Unterkünfte in Purmamarca teurer sind als die in Tilcara und haben uns daher für Tilcara entscheiden und haben die längere Fahrt von ca. 30 Minuten ab Tilcara dafür in Kauf genommen. Außerdem hat Tilcara eine Tankstelle, sodass ihr hier bspw. vor eurem Besuch der Salinas Grande nochmal volltanken könnt. Und wenn ihr auch die Bergkette Hornocal besuchen wollt, ist die Fahrt von Tilcara nicht so lange wie von Purmamarca aus.
Uns persönlich hat Tilcara auch mehr gefallen als Purmamarca, obwohl sich beide Städte sehr ähnlich sind. Die Stadt Tilcara ist klein aber sehr charmant. Die Häuser und Restaurants sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet und es gibt einen kleinen zentralen Park mit Souvenirständen.
Salinas Grandes - die Alternative zur Salar de Uyuni
Unser Hauptziel in der Provinz Jujuy ist der Salzsee Salinas Grandes. Eine im Vergleich zur Salar de Uyuni, kleinere Salzwüste bzw. Salzpfanne, aber trotzdem eine echte Alternative. Eine Alternative ist es aus unserer Sicht deshalb, weil ihr mit dem eigenen Mietwagen innerhalb weniger Stunden von strahlend weißen Salzpfannen zu Bergen fahren könnt, die in 14 Farben leuchten (Hornocal), ohne dafür eine geführte Jeeptour machen zu müssen, die manchmal mehrere Tage dauert.
Dazu fahren wir von Tilcara aus knapp 93 km und ca. 1:45 Std. über die Ruta 52. Die Ruta 52 ist ein Passstraße und ist an ihrem höchsten Punkt 4.170 m über Meeresspiegel. Wir legen also knapp 1.700 Höhenmeter zurück.
Wir sind Mitte März 2026 dort und die Straße ist sehr gut befahrbar, da die Regenzeit schon fast zu Ende ist.
Die Straße ist größtenteils asphalitiert, nur an wenigen Stellen wird sie zu einer Schotterpiste. Wir haben einen normalen Mietwagen ohne Allrad und kein SUV und können die Strecke super fahren.
Die Salinas Grandes selbst liegt auf 3.450 m. Wir haben die Höhe eigentlich nur daran gemerkt, dass wir etwas müde waren, ansonsten sind wir gut mit der Höhe klargekommen. Bei so einem kurzen Besuch in dieser Höhe sollte es aber auch nicht schlimm werden.
Angekommen an der Salinas Grandes werden wir am ersten Parkplatz schon versucht rauszuwinken um zu parken. Wir fahren aber noch etwas weiter, da uns das rauswinken etwas zu „aggressiv“ ist. Es kommt noch ein zweiter Parkplatz an dem niemand versucht uns rauszuwinken und dort parken wir dann auch. Wir können ein paar Meter laufen bis eine Absperrung kommt und ab hier wird Eintritt verlangt.
Der Eintritt kostet 6.000 ARS pro Person (ca. 3,70 EUR – Stand März 2026).
Da wir aber noch die Salar de Uyuni in Bolivien besuchen, haben wir nur ein paar Fotos vor der Absperrung gemacht und einfach die Aussicht vom Parkplatz aus genossen. Am Parkplatz sind auch Toiletten vorhanden, die 500 ARS (ca. 0,30 EUR) kosten.
Ihr könnt entweder zu Fuß oder mit eurem eigenen Auto auf die Salinas Grandes fahren. Für letzteres müsst ihr aber einen Guide buchen, der dann mit einem Motorrad voraus fährt. Was der Guide kostet, wissen wir leider nicht.
Wenn ihr keine Möglichkeit habt die Salar de Uyuni oder auch die Salar de Atacama zu besuchen, bietet sich die Salinas Grandes als Alternative auf jeden Fall an.
Hornocal: Die Alternative zum Rainbow Mountain in Peru?
Die Serranía de Hornocal – eine Bergkette in der Provinz Jujuy – war nach der Salinas Grandes die zweite Sehenswürdigkeit, die wir unbedingt sehen wollten.
Wir haben uns vorab bereits informiert, über welche Straße wir die Bergkette erreichen können. Als wir dann unseren Mietwagen am Flughafen in Salta abgeholt und im Büro unseres Mietwagenanbieters eine Karte der Provinz Jujuy entdeckt haben, war unsere Stimmung erstmal getrübt: Genau die Straße und auch die einzige Straße die zur Bergkette Hornocal führt, ist nicht befahrbar! Wir haben dann beim Mietwagenanbieter nachgefragt und der Mitarbeiter hat uns nochmal bestätigt, dass wir dort nicht hinfahren können, die Straße sei nicht passierbar. Auch beim Mietwagenanbieter nebenan hing eine Karte mit der gleichen Information. Wir dachten uns dann, dass es möglicherweise an der Regenzeit liegt, die in dieser Region bis März anhält und wir waren im März dort. Wir haben uns erst einmal damit abgefunden, da wir auch noch Peru bereisen wollten und dann ja den Rainbow Mountain besuchen können, dachten wir uns.
Es hat uns dann aber doch keine Ruhe gelassen und in den ersten Tagen als wir dort waren hatte es kaum geregnet, also sind wir von Tilcara aus dann doch in Richtung Humahuaca und von dort auf die Ruta 73 in Richtung Hornocal gefahren. Damit es richtig abenteuerlich wird, sind wir dann auch noch mit einem viertelvollen Tank losgefahren (obwohl es in Humahuaca eine Tankstelle gab).
Die Straße 73 ist von Anfang bis Ende eine Schotterstraße, aber auch mit einem normalen Auto gut befahrbar. Nach ca. 2 km geht es serpentinenartig immer weiter hoch bis auf 4.350 Meter über Meeresspiegel.
Kurz vor der Sicht auf die Bergkette Hornocal kommt ein Häuschen bei dem wir einen Eintritt von 2.000 ARS pro Person (umgerechnet ca. 1,17 EUR – Stand März 2026) bezahlen müssen.
Der Blick ist ziemlich überwältigend. Die Serranía de Hornocal zeigt ganze 14 Farben (zum Vergleich: der Rainbow-Mountain zeigt 7 Farben). Wir sind gegen frühen Nachmittag dort (ca. 13 Uhr) und die Bergkette wird durch die Sonne sehr gut angestrahlt, wodurch die Farben sehr gut wirken.
Tipp: Besucht die Serranía de Hornocal wenn möglich um die Mittagszeit bzw. zwischen 11 – 13 Uhr, dann werden die Berge am Besten von der Sonne angestrahlt und die Farben wirken kraftvoller.
Wir kennen zwar die Rainbow Mountains in Peru nicht, wir würden aber sagen, dass die Serranía de Hornocal trotzdem eine gute Alternative sein kann, vor allem in Bezug auf die Anzahl der Besucher. Als wir dort waren, waren nur ca. 10-15 andere Besucher dort.


Fazit zur Region Jujuy
Für uns war die Region Jujuy im Nordwesten Argentiniens eine der schönsten in Argentinien und definitiv ein Highlight. Wir sind nur spontan auf die Region gestoßen und hatten sie zuerst nicht in unserem Plan. Wir konnten dann aber von Salta aus mit dem Bus nach San Pedro de Atacama fahren und dadurch haben wir die Gegend dann (zum Glück) doch noch bereist. Von uns eine klare Empfehlung.







