- Jahr: 2025
- Dauer: 1 Woche
- Reisezeitraum: Dezember
- Kosten pro Tag: ca. 68 Euro (pro Person) exkl. Flügen
- Währung: Südafrikanischer Rand (Stand Dez 2025: 1 EUR = 19,58 Rand)
- Reiseroute Teil 1: Johannesburg – Mbombela – Kruger Nationalpark – Hoedspruit
Teil 1: Kruger Nationalpark und Blyde Canyon
🍽 Essen & Trinken
- Braai: Bedeutet nichts anderes als als Grillen. hier bekommt ihr u.a. richtig leckeres Fleisch, wie z.B. Beef, Kudu oder Boerewors.
- Biltong: Getrocknetes Fleisch mit ganz speziellen Gewürzen in den verschiedensten Varianten. Das gibt es fast in jedem Supermarkt.
- Don Pedro: Eine Kalorienbombe aber muss man probiert haben! Don Pedro ist wie ein Shake, bestehenden aus Vanilleeis, Kaluha oder Amarula und Sahne.
🚩 Orte
- Kruger Nationalpark: Ein 19.485 km² großes Gebiet, wo ihr die Möglichkeit habt, die Big 5 und viele weitere Tiere zu sehen.
- Blyde Canyon: Ein Beeindruckender Canyon, der zum Wandern und Baden einlädt.
💡 Wichtige Reisetipps
- Sicherheit: Wenn ihr die Regeln befolgt, seid ihr relativ safe. Wir selbst haben diese Hinweise von Locals erhalten:
- Im Auto nichts liegen lassen, was man von Außen sieht, denn das zieht Diebe an. Am Besten alles im Kofferraum oder unter dem Sitz verstauen.
- Vermeidet die Dunkelheit.
- Wenn ihr kein eigenes Auto habt, nutzt Uber und keine Taxen von der Straße.
- Sollte euch jemand anhalten nicht aus dem Auto aussteigen und das Fenster nur einen Spalt aufmachen
- Auto immer abschließen (auch während der Fahrt)
- Wenn euch ein Polizist aufhält und Geld verlangt, weil ihr etwas falsch gemacht habt, könnt ihr sagen, dass ihr kein Bargeld habt bzw. auch einen Strafzettel verlangen.
- Lasst euch nicht in Gespräche verwickeln, wenn ihr das Gefühl habt, hier passt irgendwas nicht. Nicht jeder hat böse Absichten, aber seid etwas vorsichtig.
- Trinkgeld: In Restaurants gilt wie bei uns: 10% Trinkgeld sind angemessen. Für Parkwächter und Tankwarts sind 2 – 10 Rand gängig. Wir haben meistens 5 Rand gegeben.
- Wasserknapptheit: Aufgrund der Wasserknappheit sind Pools in vielen Unterkünften nicht benutzbar und auch ihr werdet aufgefordert, sparsam mit Wasser umzugehen.
- Bargeld vs. Kreditkarte: Wir haben für die gesamte Reise 50 Euro abgehoben. Das war völlig ausreichend und weniger hätte es auch getan. Man kann eigentlich alles mit Kreditkarte bezahlen. Dennoch empfiehlt es sich, immer ein wenig Trinkgeld in Bar dabei zu haben (für Parkwächter und Tankwarts).
- Buchungen in der Hochsaison: Ihr müsst nicht alles im Voraus buchen. Selbst zur High Season findet man noch günstige Unterkünfte.
Südafrika Rundreise 2 Wochen – Vom Kruger Nationalpark bis zur Garden Route
Unsere 2 wöchige Rundreise startete in Johannesburg. Dort mieteten wir uns ein Auto für die erste Woche, um damit zum Kruger Nationalpark und danach weiter zum Blyde Canyon zu fahren. In der Nähe des Canyons gibt es einen kleinen Flughafen, von wo aus wir nach der ersten Woche weiter nach Kapstadt flogen.
Ursprünglich hatten wir geplant, mit dem Auto bis nach Kapstadt zu fahren, aber das wäre mit nur 2 Wochen Zeit sehr unentspannt geworden. In Kapstadt mieteten wir uns wieder ein Auto und fuhren damit über das Kap der guten Hoffnung weiter auf die Garden Route weiter im Osten. Der Weg führte uns über Hermanus und Gansbaai, weiter nach Mossel Bay, George und Wilderness. Da wir die letzten Tage über Weihnachten in der Weinregion Stellenbosch verbrachten, legten wir noch einen Zwischenstop in Swellendam ein, damit der Rückweg nicht mehr ganz so weit ist.
Hier im ersten Teil unseres Südafrika Blogs teilen wir unsere Erlebnisse aus dem Kruger Nationalpark und dem Blyde Canyon. Im 2. Teil erfahrt ihr, wie wir die zweite Woche um Kapstadt und der Garden Route verbracht haben.
Johannesburg und der Weg zum Kruger Nationalpark
Zum Start unserer Südafrika Rundreise durften wir keine Zeit verlieren und haben uns direkt nach dem 11 stündigen Flug von München nach Johannesburg in unseren Renault Kwid Mietwagen gesetzt und sind in Richtung Kruger Nationalpark gefahren. Ursprünglich war der Plan, dass wir direkt im Park übernachten, aber wir sind im Nachhinein froh, dass wir uns für eine Unterkunft außerhalb entschieden haben. Warum? Weil es sonst einfach zu viel wird. Gerade innerhalb des Parks kommt man nicht mehr so schnell vorwärts (max. 50km/h) und immerhin hat uns eine ganze Nacht Schlaf gefehlt. Hinzu kommt auch noch der ungewohnte Linksverkehr, wobei Tanja das von der ersten Minute an beherrscht hat :). Als wir in unserer ersten Unterkunft 85 Ehmke Guest House* in Mbombela ankamen, mussten wir erstmal einen kleinen Powernap machen, weil wir so müde von der Anreise waren. Abends fuhren wir mit dem Auto nochmal los und gönnten uns ein gutes Steak im Turn ‘n Steakhouse 🤤.
Tipp: Tut euch den Stress nicht an, und fahrt direkt in den Kruger Nationalpark, wenn ihr gerade erst in Johannesburg nach einem langen Flug gelandet seid. Ihr werdet ansonsten viel zu Müde sein, um noch auf Safari zu gehen!
Ankunft im Kruger Nationalpark und eine tierische Begrüßung
Am nächsten Tag war frühes Aufstehen angesagt, da wir früh im Park sein wollten, um den Tag noch voll ausnutzen zu können. Von Mbombela fuhren wir noch ca. 1h zum Malelane Gate und waren gegen 8 Uhr im Park.Wertvolle Informationen zum Kruger Nationalpark, zu den Unterkünften und Gates findet ihr auf der offiziellen Homepage.Kaum waren wir im Park, begrüßte uns auch gleich das erste Impala und ein Warzenschwein und 5 Minuten später tatsächlich der erste Löwe 😍. Er war nur leider etwas schwer auf Kamera zu bekommen, da viele Autos davor standen und der Löwe sich ein schattiges Plätzchen hinter einem Gebüsch suchte. Der Weg führte uns in Richtung des Lower Sabie Rest Camp, wo wir die erste Nacht bereits mehrere Wochen im Voraus gebucht hatten, weil man uns sagte, dass die Camps schnell ausgebucht seien (Tatsächlich hätten wir aber auch kurzfristiger buchen können, wie wir später feststellten). Laut Google Maps waren es 2:25h bis zum Camp. Wir blieben aber natürlich bei jedem Tier stehen und fuhren auch nur langsam, um nichts zu übersehen. Zudem waren die Schotterwege für unseren kleinen Kwid teilweise auch herausfordernd. So wurden aus diesen 2:25h plötzlich 6 Stunden 😅. Der Weg hat sich aber gelohnt, da wir viele Tiere gesehen haben!
Nachmittags kamen wir im Camp an, haben kurz eingecheckt, was gegessen und ein kühles Savanna (Cider) / Bierchen getrunken. Gut gestärkt sind wir dann nochmal rausgefahren, um bei Sonnenuntergang am Wasserloch noch ein paar Tierchen zu beobachten. Das Wasser war voll mit Hippos und man hat viele Tiergeräusche gehört. Die Stimmung an dem Abend war magisch!
Beachtet die Öffnungszeiten der Gates in den Camps. Im Winter öffnen sie bereits um 4:30 Uhr und schließen um 18:30 Uhr. Man muss sicherstellen, dass man dann wieder im Camp ist! Die Gates am Eingang des Nationalparks haben wiederum andere Öffnungszeiten!
Tag 2 im Kruger Nationalpark – Der frühe Vogel fängt den Löwen
4:00 Uhr morgens und der Wecker klingelt. In dem Moment dachte ich mir: „Wtf, wieso tun wir uns das an?!“. Tanja war da etwas motivierter als ich und stand sofort auf :). Ohne Kaffee im Magen schmissen wir unser Gepäck ins Auto und fuhren um 4:30 Uhr aus dem Gate. Unser heutiges Ziel war das Letaba Rest Camp, 170km nördlich vom Lower Sabie. Es verging keine halbe Stunde und schon sahen wir den ersten Elefanten über die Straße laufen, nein 2, nein 3, … es wurden immer mehr. Wir konnten sie nicht zählen und immer wenn wir dachten, jetzt können wir weiterfahren, kamen noch mehr Elefanten aus dem Gebüsch. Wir warteten bestimmt 10 Minuten, bis alle die Straße überquert hatten.Unterschätzt Elefanten nicht. Gerade wenn sie Kinder dabei haben, können sie schnell aggressiv werden. Haltet Abstand!Es dauerte vielleicht nochmal 30 Minuten, bis ich Tanja fragte: „Was ist das denn da vorne auf der Straße“
Tanja: „Äääh, das ist das was wir die ganze Zeit suchen“
Ich: „Leopard?“
Tanja: „Nein.“
Ich: „Cheetah?“
Tanja: „Nein das andere“
Ich: „Löwe“
Tanja: „Jaaa!“
Unglaublich! Wir haben einfach 5 Löwen am Straßenrand entdeckt und diesen besonderen Moment auf Video aufgenommen:Auf der weiteren Fahrt konnten wir noch viele weitere Tierchen beobachten, wie Hyänen, Krokodile, Schlagen, Schildkröten, Büffel, Strauße und zig Vogelarten. Am Ende des Tages waren wir platt, aber das frühe Aufstehen hatte sich gelohnt!
Tag 3 im Kruger Nationalpark und Weiterreise nach Hoedspruit
Nachdem Tag 2 so erfolgreich war, haben wir natürlich Blut geleckt und sind am letzten Tag wieder um 4 Uhr aufgestanden. Diesmal hat es tatsächlich ein wenig geregnet, was nicht so oft in Südafrika vorkommt. Der Vorteil: Es war nicht so heiß, der Nachteil: Die Tiere fanden das wohl auch etwas zu nass, sodass wir leider nur wenig gesehen haben. Nur Elefanten .. die gab es überall. Das waren die einzigen Tiere, die wir am Ende nicht mehr sehen wollten, weil wir etwas Angst hatten, nachdem uns mehrmals einer hinterher gerannt ist 🙈. Tanja und ich waren aber beide trotzdem so on Fire von der Safari, dass wir den Park nicht verlassen wollten. Es hat so viel Spaß gemacht, auch wenn wir 10h nur im Auto saßen. Wir sind uns sicher, dass wir wieder kommen!Uns hat die Strecke vom Sabie Rest Camp zum Letaba Rest Camp am besten gefallen. Hier waren auch die meisten Tiere zu sehen. Diese Ecke ist wirklich sehr zu empfehlen!Trotzdem mussten wir nach dem Park nicht ganz auf Safari verzichten: Auf dem Weg nach Hoedspruit fährt man an vielen weiteren, teilweise privaten Nationalparks vorbei und kann selbst von der Straße aus weitere Tiere entdecken. Teilweise kreuzten auch Affen unsere Wege. In Hoedspruit nahmen wir uns eine etwas bessere Unterkunft, die ebenfalls einen eigenen kleinen Park mit Tieren hatte. Also auch hier sind wir wieder ein bisschen auf unsere Kosten gekommen :). Wir waren in der Blyde River Wilderness Lodge*, etwas abgelegen aber wunderschön. Uns ist da aber wieder eins klar geworden: Wir brauchen diesen Luxus eigentlich nicht, da wir meistens unterwegs sind und das gar nicht wirklich nutzen können. Viel haben wir an dem Tag dann auch gar nicht mehr gemacht, außer lecker gegessen und früh geschlafen.
Wanderung im Blyde Canyon
Wir mussten ein wenig recherchieren, bis wir einen guten Wanderweg für uns gefunden hatten. Noch dazu war ich von der Klimaanlage etwas angeschlagen. Aber die Suche hat sich gelohnt. Allein die Fahrt zum Startpunkt der Wanderung war schon durch die einmalige Aussicht auf den Canyon ein Erlebnis. Wir fuhren zum A Forever Resort, die auch Tagestouristen zum Wandern willkommen heißen. Wir verbanden den Leopards Trail mit dem Guinea Fowl Trail, wo man auch noch an 3 Naturpools vorbei kommt und baden kann – ist eine super Erfrischung bei der Hitze gewesen :).
Am Anfang des Trails kommt man zu einer wahnsinnig tollen Aussichtsplattform, von wo aus man sogar bis in den Kruger Nationalpark und Mosambik schauen kann. Die Trails sind mit dem richtigen Schuhwerk gut machbar gewesen, man musste nur ab und zu etwas „klettern“. Insgesamt waren wir ca. 5h unterwegs, haben uns aber auch beim Baden ziemlich zeit gelassen.
Abreise von Hoedspruit nach Kapstadt
Leider war damit die erste Woche auch schon vorbei und wir mussten wieder unsere Koffer packen(um genau zu sein nur Handgepäck, das war für die 2 Wochen völlig ausreichend 😉). Unser Auto sah nach dem Kruger Nationalpark sehr dreckig aus und eigentlich hätten wir das Auto noch waschen lassen müssen, bevor wir es abgeben. Netterweise hat uns aber ein Angestellter von unserer Unterkunft eine kleine Überraschung hinterlassen: Ein blitzblanker Renault Kwid, das er irgendwann in der früh vor unserer Abreise noch gewaschen hat :).
In Hoedspruit am Flughafen konnten wir das Auto wieder abgeben und sind dann von dort direkt weiter nach Kapstadt geflogen. Auf dem Rollfeld haben uns dann noch zwei Impalas tschüss gesagt, was in Deutschland vermutlich dazu geführt hätte, dass der Flugverkehr eingestellt wird 😅.
Fazit unserer Südafrika Rundreise 2 Wochen – Teil 1
Der Kruger Nationalpark und der Blyde Canyon waren unsere Highlights auf der gesamten Südafrika Rundreise. Die Landschaft und die Tierwelt hat uns richtig gut gefallen. Es gibt noch sehr viel zu entdecken, deswegen sind wir uns einig, nicht zum letzten Mal hier gewesen zu sein!

